PM 20.02.2015: Neuer Investor für das Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg
Piepgras wird ausbezahlt, Kultur fliegt raus

vom Bündnis Stadt von Unten

In diesen Tagen hat sich bestätigt, was das Bündnis Stadt von Unten vorhergesehen hatte: Der Projektentwickler Arne Piepgras, der als Bieter im Verfahren um das Dragonerareal auftrat, hat sein Projekt des „Künstlercampus“ nur als Spielmarke für andere Investoren propagiert. Wie sich heraus stellt fungierte er nur als Zwischenhändler für das Investorenkonsortium um Werner Ebm, welches die gebotenen 36 Mio. € nun bei der BImA hinterlegt hat. Bis zum Schluß herrschte Unklarheit über die eigentlichen Investoren, kein Wunder, sie wechselten mehrfach im Verhandlungsprozess.

Gemeinsame Presseerklärung vom 17.12.2014 zur BImA — Demokratie statt Spekulation!

Demokratie statt Spekulation! Mieter*innen wollen mitreden beim Verkauf der BImA-Wohnungen

Am 19. Dezember tagt in Berlin der Bundesrat zur Verabschiedung des Bundeshaushaltes. Um die fixe Idee der “Schwarzen Null” zu erfüllen, weist er zahlreiche fragwürdige Posten auf — nicht nur in Form von Sparmaßnahmen, sondern auch auf der Einnahmeseite. Darunter sind Privatisierungsgewinne aus dem geplanten Verkauf bundeseigener Wohnungen, verwaltet von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Bundesweit existieren noch fast 40 000 Wohnungen, die von der BImA zum Höchstpreis verkauft werden sollen.

Reclaim Your City

Unter diesem Motto zogen am vergangenen Sonntag etwa 200 Menschen zum Gelände hinter dem Finanzamt Kreuzberg, am Mehringdamm.

RYC2014berlin

Das Gelände wird im Moment von der BImA im Höchstbieterverfahren für 36 Mio. € an einen privaten Investor verkauft. Dieser will Kunst, Gewerbe, ein Hotel und „bezahlbaren“ Wohnraum schaffen. Was das bedeutet, dafür gibt es genügend Beispiele in unserer Stadt.

Für 100 % bezahlbaren Wohnraum auf dem Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg!

Das 5 ha große Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg (Verkehrswert ca. 10 Mio. €), das die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) 2013 für 21 Mio. € an den Investor ABR German Real Estate AG verkauft hatte, der später zurück getreten ist, soll jetzt wieder an einen privaten Investor verkauft werden, und zwar für ca. 36 Mio. €!

PM 28.10.2014 George Grosz würde sich im Grabe umdrehen

vom Bündnis Stadt von Unten

Kritische Kunst als Feigenblatt, um hochpreisige Immobilienentwicklung politisch zu legitimieren, George Grosz hat diesen Umgang nicht verdient

Wir fordern den Senat und den Bund auf, den noch nicht vollzogenen Verkauf des ehemaligen Dragoner-Areals in Kreuzberg an einen privaten Immobilien-Projektentwickler sofort zu stoppen.

BImA heizt die Spekulation mit dem Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg erneut an!

So wie es im Moment aussieht, erhält Arne Piepgras mit seiner Firma Quantum Immobilien- und Projektentwicklungs GmbH für 36 Mio. € den Zuschlag von der BImA. Angeblich ist es per Handschlag schon über den Tisch gegangen.Das heißt erneut, dass die BImA im Höchstbieterverfahren das Gelände verkauft und zwar für mehr als das 3-fache des Verkehrswerts!
Die Investorengruppe will auf dem 4.7 Hektar großen Gelände hinter dem Finanzamt auf ca. 94 000 qm Gewerbe bauen.
Ebenfalls sollen Flächen auf dem Gelände parzelliert zu höheren Preisen weiterverkauft werden.

Sofortiger Stopp spekulativer Verwertungsgeschäfte!

Kleine Anfrage im Bundestag zu dem Thema: geplante Verkäufe von bundeseigenen Immobilien in Berlin

Kleine Anfrage der Abgeordneten Lisa Paus, Christian Kühn (Tübingen), Dr. Tobias Lindner, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN

1. Welche zu Wohnzwecken genutzten Immobilien unterhält die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Berlin, und wie viele Wohneinheiten befinden sich jeweils darin (bitte nach Bezirk und Anschrift auflisten)?

2. Welche zu Wohnzwecken vorgesehenen, aber derzeit unbewohnten Immobilien unterhält die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Berlin, und wie viele Wohneinheiten befinden sich jeweils darin (bitte nach Bezirk und Anschrift auflisten)?

3. Welche zu gewerblichen Zwecken genutzten Immobilien unterhält die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Berlin, und welche Fläche weisen diese jeweils auf (bitte nach Bezirk und Anschrift auflisten)?

4. Welche zu gewerblichen Zwecken vorgesehenen, aber ungenutzten Immobilien unterhält die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Berlin, und welche Fläche weisen diese jeweils auf (bitte nach Bezirk und Anschrift auflisten)?

5. Welche gemischt genutzten Immobilien unterhält die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Berlin, und welche Fläche weisen diese jeweils auf (bitte nach Bezirk und Anschrift auflisten)?

Die Antwort der Bundesregierung vom  04.08.2014 zu den Fragen findet ihr hier

Aktion mit rollendem Euro am 31.07.2014 am Wittenbergplatz

Am Donnerstag, den 31.7.2014 war Stichtag für die Abgabe von Angeboten für das 4,7 ha große Gelände hinter dem Finanzamt in Berlin-Kreuzberg, das der bundeseigenen BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) gehört.

Fotos von der Veranstaltung am Samstag 26.07.2014: Hinter dem Finanzamt der Strand

Das 5 Hektar große Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg soll von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) meistbietend verkauft werden! Wieder sollen unbezahlbare Eigentumswohnungen und Luxusmietwohnungen gebaut werden. Stichtag für die Abgabe von Angeboten ist der 31.7.2014! Das bundeseigene Grundstück darf nicht an einen Privatinvestor verkauft werden!
20140727 BImA-Breifkastenbeschriftg. 8207

selbstverwaltet und kommunal in Kreuzberg — Modellprojekt für eine Stadt von Unten

Flyer

mehr unter: stadtvonunten.de

Spekulation auf dem Areal hinter dem Finanzamt!

Für 100% bezahlbaren Wohnraum auf dem Areal hinter dem Finanzamt Kreuzberg!

Der Vertrag zwischen der BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und dem privaten Investor German Real Estate ist gescheitert.

Das eröffnet die Chance für eine öffentliche Diskussion unter echter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.

Wir fordern:

  • Keine Verhandlungen mehr mit Investoren, die sich eine goldene Nase verdienen wollen!

  • Sofortiger Stopp spekulativer Verwertungsgeschäfte mit potenziellem Wohnraum durch eine bundeseigene Anstalt!

Kreuzberg hat genug hochpreisige Miet- und Eigentumswohnungen!

Wir stellen zur Diskussion:

  • Das Land Berlin kauft das Gelände von der BImA zum Verkehrswert.

  • Finanzierungs- und Entwicklungsmodelle für die Realisierung von bezahlbarem Wohnraum (Nettokaltmiete 4-6 Euro/m2) für Menschen mit geringem Einkommen werden geschaffen.

  • Das Kleingewerbe auf dem Gelände wird erhalten, die Kündigung der Gewerbeverträge wird zurückgenommen.

Die Lösung der Probleme auf dem Wohnungsmarkt privaten Investoren zu überlassen heißt, die Verdrängung zu beschleunigen!

Stadtteilinitiative WEM GEHÖRT KREUZBERG, März 2014