Mo 09.12. um 19:30 Uhr Treffen der Nachbarschaftsinitiative Kiez aktiv: Bockbrauerei

Kiez aktiv: Bockbrauerei lädt alle Interessierten ein

Die wöchentliche Treffen um 19.30 Uhr sind bis einschließlich 16.12.2019 im „Weinstock", Fidicinstraße 8a, Kreuzberg

Danach bitte auf der Webseite nachschauen oder schreibt uns eine Mail an: bockbrauerei(ät)posteo.de
Vergnügungsviertel und NS-Geschichte auf dem Areal der Bockbrauerei

Im Rahmen der Veranstaltung am Fr 09.02. ab 16 Uhr zum Gedenken an Rukeli Trollmann, dem Boxer, wird auch die NS-Geschichte auf dem Areal von der Initiative Kiez aktiv: Bockbrauerei thematisiert.

Johann Rukeli Trollmann setzte im „Sommergarten“ der Bockbrauerei mutige Zeichen gegen die rassistische NS-Ideologie.
Das einstige Vergnügungsgelände der Brauerei, der Ort an dem J.R. Trollmann boxte, wurde 1944 durch Bombeneinwirkung zerstört. Die zu dieser Zeit bereits verbunkerten, zu unterirdischen Rüstungsfabrik-Kellern umfunktionierten historischen Brauereikeller blieben erhalten.

Noch heute gibt es vielzählige Spuren der NS-Gewaltherrschaft auf dem damaligen Bockbrauerei-Areal.
Diese werden im Rahmen einer Skizzierung des historischen Ortes Bockbrauerei und dessen späterer Funktion in der NS-Zeit als Ort der Rüstungsproduktion und menschenverachtender Zwangsarbeit aufgezeigt: Schon vor und vor allem nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nutzten diese das Vergnügungsgelände der Bockbrauerei zur Verbreitung der NS-Ideologie und ihrer politischen Zielsetzungen.
Seit 1933 wurden die einstigen Brauereibauten und Teile der Brauereikeller zunehmend für militärische Zwecke genutzt; „Wehrwirtschaftsbetriebe“ und „Wehrmachtbetriebe“ siedelten sich dort an. In diesen Betrieben mussten ab Herbst 1939 aus den besetzten Ländern gewaltsam rekrutierte und ins „Reich“ verbrachte zivile NS-Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen arbeiten.

1944/45 wurde in den historischen Bockbrauerei-Kellern eine geheime unterirdische Rüstungsfabrik betrieben. In dem in den Brauereikellern eingerichteten, tief unter der Erde gelegenen Röhren-Werk wurden Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus ganz Europa eingesetzt.